Termine

Aufstellungsseminar:
Systemische Betrachtungen in „Schwellen-Zeiten“

Foto: Stiftung Haus der Bauern, www.schloss-kirchberg-jagst.de

16. Januar 2021
Schloss Kirchberg, Rokokosaal, 74595 Kirchberg Jagst

Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie durchleben wir wechsel­hafte „Schwellen-Zeiten“. Zeiten, die mit unausweichlichen persönlichen und globalen Veränderungen einhergehen. Diese Veränderungen führen uns in persönliche und kollektive Krisen. Mehr denn je kann die Auf­stellungs­arbeit in einer Gruppe diese Prozesse verständlich machen und Lösungen zur Krisen- und Trauerbewältigung aufzeigen.

Die Chance dieser „Schwellen-Zeiten“ ist ein grundsätzliches Verstehen des unausweichlichen und universellen Lebensprozesses, in dem wir uns alle befinden. Dieser beginnt mit der Zeugung und endet mit dem Tod. Leben bedeutet kontinuierliche Veränderung, die wir oft als Krise empfinden. Krisen sind mitunter schwer auszuhalten. Sie gehen einher mit Depression, Angst, Ohnmachtsgefühl, Trauer oder Wut. Erst wenn sie als „Schwellen“ in eine neue Lebensphase oder ein neues Bewusstsein erlebt werden, machen sie Sinn und neue Lösungen ergeben sich. Das Erleben in der Gruppe unterstützen diesen Prozess.

Das Seminar ermöglicht:

  • eigene Krisen und Ängste auf einer tiefen Ebene zu verstehen
  • Krisen und Veränderungen als Teil des Lebens und damit als etwas Selbstverständliches zu begreifen
  • Krisen und Veränderungen ruhiger, gelassener und dadurch offener zu begegnen
  • zwischen individuellen und kollektiven Krisen zu unterscheiden und deren Zusammenhänge zu erkennen
  • wieder mehr Vertrauen ins Leben zu fassen
  • eine Basis für Lösungen zu entwickeln

Stimmen vom letzten Seminar:

„Ich war sehr beeindruckt und konnte ein gutes Gefühl mit nach Hause nehmen.“ M.E.

„War einfach toll! Für die persönliche Entwicklung, die Fragen der Zeit, Raum schön, Ambiente, Essen gut.“ A.A.

„Wunderschön, kraftgebend, Augen öffnend, perfekt.“ L.F.-G.

„Hier trifft Herzlichkeit auf Professionalität. Auf der ganzen Linie gelungen. Danke.“ M.J.F.

„Bereichernd! Professionell und mitfühlend. Die Gruppe war sehr schnell verbunden. Tolles Ambiente, leckeres Essen und eine unkomplizierte Orga. Ich werde das Seminar mit Herzen weiterempfehlen.“ M.F.

 

Doris Feiler-Graziano System- und Familienaufstellerinxis für psychologische Beratung und systemische Betrachtungen nähe Crailsheim
Doris Feiler-Graziano, seit über 30 Jahren im sozialpädagogisch-therapeutischen Bereich tätig:
„Durch den Tod meines Mannes bin ich in den letzten beiden Jahren durch einen tiefen Prozess gegangen, der mich noch einmal mehr das Leben mit seinen Zyklen begreifen ließ. Ich habe mich darauf mit offenem Herzen eingelassen. Akzeptieren wir Krisen und Verluste – und diese passieren, ob wir ihnen zustimmen oder nicht – verliert das Leben an Dramatik. Es wird ruhiger, mutiger, liebevoller. Und es tun sich immer wieder neue Wege auf. Tag für Tag.”

 

Termin:
Samstag, 16. Januar 2021,  10.00 bis zirka 19.00 Uhr

Investition:
120 Euro / Person
90 Euro ermäßigt (Schüler, Azubis, Studenten)

Tagungspauschale:
15 Euro für Getränke und Snacks

Anmeldung:
Ein Anmeldeformular und die Teilnahmebedingungen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Veranstaltungsort:
Das Seminar findet im einzigartigen Ambiente von Schloss Kirchberg/Jagst mit angeschlossenem Hotelbetrieb statt: www.schlosshotel-kirchberg.de 

Übernachtungsmöglichkeiten:
Im Schlosshotel stehen Zimmer in verschiedenen Kategorien zu Verfügung.

Info über die Stadt Kirchberg: www.kirchberg-jagst.de

Weitere Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie hier

Mittagessen:
Optional kann im Schlosshotel ein Mittagessen eingenommen werden.

Anfahrt:
Autobahn A6 (Ausfahrt Kirchberg)
Bahn:
– Das Hotel bietet einen Shuttleservice vom Bahnhof Ilshofen/Eckartshausen nach Kirchberg an.
– Bahnhof Crailsheim, Bus Linie 64

 

Doris Feiler_Graziano

Interview mit Doris Feiler-Graziano:
„Ich fühle mich als Brückenbauerin”

Liebe Doris, Deine Aufstellungsarbeit kenne ich und schätze ich vor allem persönlich sehr. Aber was meinst Du mit „Schwellen-Zeiten?“
Doris Feiler-Graziano: Die Corona-Zeit bewegt mich persönlich sehr und gab den Anstoß für diesen Titel. Schwellen-Zeiten sind für mich Zeiten der unausweichlichen Veränderungen, Zeiten, in denen man festzustecken glaubt. Das sind zum einen Veränderungen, wie wir sie global und quer durch alle Länder erfahren müssen und mussten. Zum anderen denke ich aber auch an individuelle Prozesse. Viele von uns sind gezwungen, Altbewährtes in Frage zu stellen oder Gewohntes bricht weg. Das löst Ängste und Trauer aus – zunächst individuell, aber auch mit Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft.

Könnte man also sagen, es geht um Krisenbewältigung in dem Seminar?
Ich würde nicht von Bewältigung sprechen. Im Grunde läuft durch Corona gerade der natürliche Lebensprozess, in dem wir uns alle unweigerlich befinden, im Zeitraffer ab. Der natürliche Lebensprozess beginnt mit der Zeugung und endet mit dem Tod. Dazwischen spielt sich das Leben ab. Durch die eigene Endlichkeit, durch den Tod eines geliebten Menschen, durch Krankheit, Altern, durch kollektive Krisen oder allgemein gesagt, wenn es an der einen oder anderen Stelle eng für uns wird, wenn wir uns also ohnmächtig fühlen, geraten wir in Krisen.
Krisen sind mitunter schwer auszuhalten. Sie gehen einher mit Wut, Trauer, Resignation. Im Seminar möchte ich zeigen, dass diese Krisen unweigerlich zum Leben dazugehören und kein individuelles Versagen sind. Denn Leben heißt Bewegung. Heraklits beschrieb diesen Prozess mit dem Flussbild und seinem „panta rhei – alles fließt“. Hermann Hesse drückt die gleiche Erkenntnis in seinem Gedicht „Stufen“ sehr schön aus. Das Seminar bietet den Teilnehmenden also die Chance, sich ihren individuellen Krisen zu stellen und sie in diesen unausweichlichen Prozess einordnen zu können. Wenn diese Krisen als „Schwellen“ in eine neue Lebensphase oder ein neues Bewusstsein begriffen und akzeptiert werden, zeichnen sich neue Lösungen ab und der Lebensfluss geht weiter. Die Arbeit in der Gruppe wirkt erfahrungsgemäß dabei sehr unterstützend. Durch die Gruppe geht es aber auch nicht nur um individuelle Krisen oder Trauer. Ich bin mir sicher, dass durch die Gruppe auch sehr universelle Prozesse und Lösungen sichtbar werden.

Das hört sich nach einer sehr offenen Arbeitsweise an…
Ich wünsche mir, dass die Teilnehmenden das bekommen, was für sie als nächster Schritt in ihrem Lebensrad ansteht. Dass sie die Brücke zu Lösungen finden, die sie sich sehnlichst wünschen. Ich sehe mich als eine Brückenbauerin auf diesem Weg.

Wie kamst Du selbst zur Aufstellungsarbeit?
Als Suchende. Meine Mutter und ihre ganze Familie stammen aus Hohenlohe. Mein Vater wurde in Ungarn in der Nähe der österreichischen Grenze geboren. Seine Familie kam bereits vor dem Krieg aus unterschiedlichen Regionen. Durch die Flucht waren dann endgültig alle verstreut. Nur ein Teil der Familie kam durch Zufall in Hohenlohe wieder zusammen. Lange habe auch ich mich nirgends zuhause fühlen können. Ich habe früh mein Elternhaus verlassen und mich unterschiedlichen Gruppen angeschlossen. Immer verbunden mit dem Wunsch nach Zugehörigkeit. Als ich 30 Jahre alt war, wurde unsere Tochter geboren. Ein Jahr später haben wir geheiratet. Mein Mann nahm Erziehungsurlaub. Wir lebten drei Jahre auf engstem Raum im Ausland in unserem Bus. Immer auf der Suche nach guten Plätzen. Für unsere Tochter wurden wir in Hohenlohe sesshaft. Doch meine Suche hörte nicht auf. In einer schweren persönlichen Krise besuchte ich 1996 einem Kurs, der von Dr. Wilfried Nelles, meinem späteren Lehrer, geleitet wurde und lernte so die Aufstellungsarbeit kennen. Überwältigt und tief bewegt von dieser Methode war es für mich unausweichlich, selbst diese Arbeit zu erlernen und zu praktizieren.

Im Laufe der Jahre hast Du Deine eigene Methode entwickelt und nennst sie „systemische Betrachtungen“? Was unterscheidet Deine Arbeit von klassischen Familien- oder Systemaufstellungen?
In den letzten Jahrzehnten bin ich vielen Menschen, Lehren und geistigen Helfern begegnet. Das Leben selbst, die lebensbedingten Prozesse verbunden mit vielen Seminaren, berufsbegleitenden Weiterbildungen, Gesprächen, Meditationen und das fortwährende Hineinspüren, um was es geht im Hier und Jetzt, haben in mir einen tiefgreifenden Prozess ausgelöst. So habe ich nach und nach eine eigene Haltung zur Aufstellungsarbeit entwickelt. Ich begleite meine Klienten offen mit einem erweiterten Blick. Ich kann so den Klienten und deren Emotionen und Sichtweisen im Kontext eines Größeren, Höheren sehen und so einen erweiterten Blick auf die betrachtete Situation gewinnen und vermitteln.

Auch ich habe die Aufstellungsarbeit als mächtiges Instrument erfahren dürfen. Dir ist daher die Qualität der Arbeit sehr wichtig. So engagierst Du Dich zum Beispiel im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen und beim Forum Werteorientierung in der Weiterbildung. Woran erkenne ich Qualität bei einer Aufstellungsarbeit?
Wichtig ist m.E., dass der Aufsteller, die Aufstellerin den Ratsuchenden als das Gegenüber sieht, welches die Lösung und das Wissen in sich trägt. Der/die AufstellerIn ist dem Ratsuchenden neutral bei der Suche nach der Lösung behilflich. Die Arbeit darf nicht übergriffig sein und muss eng mit dem Klienten abgestimmt sein. Jeder Schritt bedarf seiner Zustimmung.
Das Interview führte Michaela Butz

Tagesseminare auf Schloss Kirchberg

Samstag, 16.01.2021
Samstag, 13.03.2021
Samstag, 15.05.2021
Samstag, 18.09.2021
Samstag, 16.10.2021
Samstag, 13.11.2021
Samstag, 04.12.2021

Beginn: 10.00  Uhr
Ende: 19.00 Uhr

Ort: Rokokosaal, Schloss Kirchberg/Jagst

Investition: 120 Euro inklusive eines telefonischen Vor- und Nachgespräches 

Tagungspauschale: 15 Euro (Getränke und Snacks)

Sommerseminar auf Schloss Kirchberg

Sonntag, 25. bis Freitag, 30. Juli 2021

Beginn: Sonntag 10.00 Uhr
Ende: Freitag 14.00 Uhr

Ort: Schloss Kirchberg/Jagst

Programm folgt in Kürze

Investition: 700 Euro 

Tagungspauschale: 15 Euro (Getränke und Snacks)

Anmeldung: Ein Anmeldeformular und die Teilnahmebedingungen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Aufstellungsseminare:
Systemische Betrachtungen
in „Schwellen-Zeiten“

Freitag, 19. bis Sonntag, 21. Februar 2021
Freitag, 9. bis Sonntag, 11. April 2021

Beginn: freitags 14.00 Uhr
Ende: sonntags 14.00 Uhr

Ort: Rokokosaal, Schloss Kirchberg/Jagst

Investition: 354 Euro (Einzelperson), 660 Euro (Paare)

Tagungspauschale: 15 Euro (Getränke und Snacks)

Supervisionsgruppen

Supervisionsgruppe für Menschen in lehrenden, helfenden, erzieherischen und therapeutischen Berufsfeldern

Bei Wunsch komme ich gerne in Ihre Institution. Sprechen Sie mich an.

Fortbildungen

  • Fortbildungsreihe für Menschen in lehrenden und sozial-pädagogischen Berufen und allen daran Interessierten
  • Fortbildungsreihe „Systemische Betrachtungen“, „Haltung, Werte, Ethik“

Sprechen Sie mich an. Ich schicke Ihnen gerne das Curriculum zu.

Anmeldung

Vielen Dank für Ihr Interesse an meinen Veranstaltungen und Seminaren.

Bitte lesen Sie die Teilnahmebedingungen sorgfältig durch. Mit der Anmeldung stimmen Sie diesen rechtskräftig zu.

Teilnahmebedingungen

Die Anmeldung über die Online-Maske ist rechtsverbindlich. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung mit Rechnung zum Seminar. Mit der Anmeldungsbestätigung wird die Hälfte des Teilnehmerbeitrags fällig. Der Restbetrag wird spätestens einen Tag vor Seminar- bzw. Veranstaltungsbeginn fällig.

Bei einer schriftlichen Stornierung vier Wochen vor der Veranstaltung/dem Seminar, bekommen Sie die Seminargebühr abzüglich einer Bearbeitungspauschale von 50,00 Euro zurückerstattet.

Bei einer schriftlichen Stornierung später als vier Wochen vor Kursbeginn behalten wir die Hälfte der Seminargebühr ein. Bei einer Absage in den letzten sieben Tagen vor Kursbeginn wird der volle Preis einbehalten. Sie können jedoch jederzeit eine/n ErsatzteilnehmerIn stellen.

Sollte das Seminar aus betrieblichen oder gesundheitsbedingten Gründen unsererseits ausfallen müssen, bekommen Sie die gesamte Kursgebühr zurückerstattet oder haben die Möglichkeit, ein entsprechendes Seminar zu einem späteren Zeitpunkt zu buchen. Weitere Forderungen (z. B. Anreise, Hotelbuchung) bestehen nicht.

Der/die TeilnehmerIn muss volljährig sein. Die Aufstellungsarbeit ist keine Psychotherapie und kein Ersatz für eine ärztliche, therapeutische und psychologischen Diagnostik oder Behandlung. Der/die TeilnehmerIn nimmt an einer Veranstaltung oder Aufstellungsarbeit freiwillig und hinsichtlich seines/ihres körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheitszustandes eigenverantwortlich teil. Zudem entbindet er/sie die Veranstalter diesbezüglich von jeglicher Haftung.

Bitte beachten Sie: Bedingt durch die Corona-Pandemie sind wir aktuell verpflichtet, dem Vermieter der Seminarräume, der Stiftung Haus der Bauern, Am Markt 2, 74523 Schwäbisch Hall (Betreiberin des Schlosshotels Kirchberg/Jagst), Ihre Kontaktdaten (Namen, Adresse und Telefonnummer) mitzuteilen. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung kann erforderlich sein.

Ihre Ansprechpartnerin im Büro:
Michaela Butz,
m_butz@web.de
Telefon +49(0)7951 963021
(Mittwoch und Freitag, 8.00 bis 10.00 Uhr)